Neue Studie zu Österreichs Individualmobilität
Neue Studie zu Österreichs Individualmobilität
Auto unverzichtbar, aber zunehmend unleistbar
Das neue europäische Onlinecars Barometer von OpinionWay zeigt für Österreich ein Dilemma auf. Das Auto bleibt zum einen unverzichtbar, gilt aber zum anderen zunehmend als Luxus und führt schon heute zu spürbarem Verzicht. Steigende Spritpreise, Debatte um das Verbrenner-Aus und ein wachsender Kostendruck auf die Haushalte: Die individuelle Mobilität bleibt ein sensibles Thema. In diesem Umfeld veröffentlicht die Aramis Group, zu der in Österreich Onlinecars zählt, gemeinsam mit OpinionWay eine Studie unter 7.036 Autofahrern in sieben europäischen Ländern. In Österreich wurden 1.014 Personen befragt und das Ergebnis ist eindeutig: Das Auto bleibt zentral für die eigene Unabhängigkeit, wird aber immer schwerer leistbar.
DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE FÜR ÖSTERREICH
* 81 % sehen den eigenen Pkw mittlerweile als Luxus, 90 % könnten sich ohne Auto nicht so fortbewegen, wie sie möchten.
* Mit 443 Ꞓ im Monat für die Finanzierung von PKWs bringen die Österreicher im Schnitt den höchsten Wert aller befragten sieben Länder auf. (Deutschland: 387 Ꞓ, Frankreich: 283 Ꞓ).
* 62 % haben nicht notwendige Fahrten reduziert, 39 % einen Autowechsel aufgeschoben, 28 % nicht dringende Wartungen oder Reparaturen verschoben.
* 50 % würden beim nächsten Kauf einen E- oder Hybridantrieb in Betracht ziehen, der niedrigste Wert aller befragten Länder. 58 % begrüßen, dass das Verbot für den Verkauf neuer Verbrenner ab 2035 nicht in Kraft tritt.
DAS AUTO BLEIBT UNVERZICHTBAR – UND WIRD ZUM LUXUS
96 Prozent aller Österreicher empfinden Mobilität als zunehmend teuer. 8 von 10 bezeichnen den eigenen PKW gar als Luxus, aber gleichzeitig sagen 90 %, dass sie ohne Auto im Alltag nicht zurechtkämen. Da 92 % damit rechnen, dass internationale Spannungen die Treibstoffpreise dauerhaft prägen, ist die Zustimmung zu staatlichen Eingriffen entsprechend hoch. 91 % sind für einen Preisdeckel, 85 % befürworten die befristete Senkung der Mineralölsteuer.
EIGENES KFZ ALS SIGNIFIKANTER KOSTENPUNKT
Mit durchschnittlich 443 Ꞓ pro Monat stellen die Österreicher zur Finanzierung eines Neuwagens das höchste Budget aller untersuchten Länder auf. Dieser Wert liegt am hohen Stellenwert des Autos, ist aber auch durch die hohen Nebenkosten getrieben, die oftmals deutlich über jenen anderer europäischer Staaten liegen. Die Studie offenbart zudem deutliche Sparmaßnahmen in der Bevölkerung: 62 % haben nicht notwendige Fahrten reduziert, vier von zehn einen Autowechsel aufgeschoben, 28 % nicht dringende Wartungen oder Reparaturen verschoben. Besonders stark trifft es die Jüngeren: 70 % der 18- bis 24-Jährigen nennen das Auto als größten Posten im Budget, bei den über 65-Jährigen sind es 30 %.
ÖSTERREICH ZURÜCKHALTEND BEI ANTRIEBSWAHL
Die Mobilitätswende wird nicht abgelehnt, aber unter Vorbehalt betrachtet. 50 % würden beim nächsten Kauf einen E- oder Hybridantrieb in Betracht ziehen – der niedrigste Wert aller sieben untersuchten Länder. 58 % bewerten es als positiv, dass das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035 nicht kommt. Die Zahlen deuten weniger auf eine Ablehnung der Elektrifizierung hin als auf Zurückhaltung gegenüber einem Wandel, der als schwer finanzierbar oder schwer planbar empfunden wird.
Martin Oraze, Head of Sales, Onlinecars Vertriebs GmbH:_ „Österreich zeigt ein klares Bild: Hohe Verbundenheit mit dem Verbrenner und überdurchschnittliche Kaufkraft treffen auf hohen Kostendruck und Skepsis im Hinblick auf die Zukunft. Das ist kein Widerspruch, sondern eine klare Botschaft: Unsere Kunden wollen Verlässlichkeit, Transparenz und faire Preise.“_
ÜBER ONLINECARS
Onlinecars Vertriebs GmbH
Stefan Arnreiter
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