Zwei Personalen im musa: Heliane Wiesauer-Reiterer und Karl Heinz Koller

Zwei Personalen im musa: Heliane Wiesauer-Reiterer und Karl Heinz Koller

Das musa würdigt zwei herausragende Positionen der österreichischen Kunst- und Fotogeschichte und präsentiert Koller erstmals museal.

In den Ausstellungen „Verdichtungen“ und „Der Bildgenerator“ stehen die Malerin, Bildhauerin, Grafikerin und Fotografin HELIANE WIESAUER-REITERER sowie der 1995 verstorbene Industrie- und Kunstfotograf, Filmer und Videoartist KARL HEINZ KOLLER im Mittelpunkt. Beide Ausstellungen werden heute Abend eröffnet und bieten einen umfassenden Einblick in ihr vielschichtiges Schaffen.

Für KURATOR BERTHOLD ECKER markieren die beiden Präsentationen zugleich den Abschluss seiner langjährigen Tätigkeit für die Stadt Wien. Nach seiner Funktion als Leiter des Referats für Bildende Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien war er seit der Eingliederung des musa in das Wien Museum im Jahr 2018 als Kurator für Gegenwartskunst tätig.

_„Mit den beiden umfassenden Personalausstellungen zu Heliane Wiesauer-Reiterer und Karl Heinz Koller macht das musa erneut deutlich, dass es eine zentrale Instanz für die Sichtbarkeit bedeutender Positionen der Wiener Kunstlandschaft ist. Dass wir nun zwei herausragende, aber bisher oft unterschätzte Schaffensperioden – von der reduktionistischen Verdichtung der Malerei bis zur analogen Avantgarde der Fotografie – erstmals in dieser Breite einem großen Publikum zugänglich machen, ist ein wichtiger Beitrag zum kulturellen Gedächtnis Wiens. Diese Vision wurde maßgeblich von Berthold Ecker getragen, der das musa als wesentlicher Kurator für Gegenwartskunst über Jahre hinweg nachhaltig geprägt hat. Das vielschichtige OEuvre beider Künstler:innen ist nicht nur kunsthistorisch relevant, sondern öffnet Türen zu einer Zeit, in der technische Experimentierfreude und menschliche Grundemotionen miteinander verschmolzen. Das musa setzt damit ein starkes Signal für Vielfalt, künstlerische Exzellenz und Zugänglichkeit – denn Wien macht Kultur für alle erlebbar“, so KULTURSTADTRÄTIN VERONICA KAUP-HASLER._

Die Ausstellung „VERDICHTUNGEN“ präsentiert einen umfassenden Querschnitt durch das Werk von Heliane Wiesauer-Reiterer. Seit Jahrzehnten beschäftigt sich die Künstlerin mit der Reduktion und Verdichtung von Menschen, Landschaften und Architekturen auf ihre wesentlichen Strukturen. Gemälde, Skulpturen, Fotografien und Arbeiten auf Papier zeigen eine künstlerische Position, die sich konsequent zwischen Figuration und Abstraktion bewegt und zu den bedeutendsten der österreichischen Gegenwartskunst ihrer Generation zählt.

Mit „DER BILDGENERATOR“ wird erstmals das Werk von Karl Heinz Koller in einem musealen Rahmen umfassend gewürdigt. Ausgehend von dokumentarischen Arbeiten entwickelte Koller ab den 1970er-Jahren eine eigenständige fotografische Bildsprache. Mit analogen Verfahren, Mehrfachbelichtungen und raffinierten technischen Konstruktionen schuf er Bildwelten von verblüffender Präzision, die aus heutiger Sicht oftmals wie digital generiert erscheinen.

„_Heliane Wiesauer-Reiterer und Karl Heinz Koller zählen zu den eigenständigsten Positionen der österreichischen Kunst- und Fotogeschichte. Während Wiesauer-Reiterer Menschen, Landschaften und Räume auf ihren Wesenskern verdichtet, schafft Koller aus analogen fotografischen Verfahren überraschend zeitgenössisch wirkende Bildwelten_“, erläutert BERTHOLD ECKER, KURATOR

Begleitend zu beiden Ausstellungen erscheinen im Verlag für moderne Kunst gleichnamige Publikationen. Es handelt sich jeweils um die erste umfassende Monografie zu den Künstler:innen und damit um grundlegende Beiträge zur Aufarbeitung und Sichtbarmachung ihres Werks.

VERDICHTUNGEN. HELIANE WIESAUER-REITERER

DER BILDGENERATOR. KARL HEINZ KOLLER
MUSA, FELDERSTRASSE 6–8, 1010 WIEN

Wien Museum
Konstanze Schäfer
Telefon: 0043 664 5457800
E-Mail: konstanze.schaefer@wienmuseum.at

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