FPÖ – Pracher-Hilander zu Ärztegesetz: „Regierung gesteht Scheitern in der Gesundheitspolitik ein“
FPÖ – Pracher-Hilander zu Ärztegesetz: „Regierung gesteht Scheitern in der Gesundheitspolitik ein“
Verkürzte Basisausbildung und Änderungen im Suchtmittelgesetz lösen Ärztemangel nicht – Versorgungssicherheit braucht echte Reformen
Die heute im Nationalrat beschlossenen Änderungen des Ärztegesetzes und des Suchtmittelgesetzes sind für die FPÖ-Nationalratsabgeordnete Mag. Katayun Pracher-Hilander ein deutliches Eingeständnis des gesundheitspolitischen Scheiterns der Bundesregierung. „Der akute Ärztemangel ist kein neues Problem. Er ist seit Jahren bekannt. Statt rechtzeitig gegenzusteuern, werden nun halbherzige Maßnahmen präsentiert, die an den eigentlichen Ursachen nichts ändern“, so Pracher-Hilander.
Besonders kritisch sieht Pracher-Hilander die Novelle des Suchtmittelgesetzes. „Die Auswirkungen dieser Änderungen werden von der Regierung verharmlost. Wer täglich mit den Problemen in der Praxis konfrontiert ist, weiß, dass die Situation deutlich komplexer ist, als sie heute dargestellt wurde“, so Pracher-Hilander.
Skeptisch bewertet die freiheitliche Abgeordnete auch die Verkürzung der Basisausbildung von neun auf sechs Monate. „Die entscheidende Frage bleibt unbeantwortet: Woher sollen die notwendigen Ausbildungsplätze kommen? Solange es keine gesetzliche Garantie für ausreichend Ausbildungsstellen in den Spitälern gibt, bleibt diese Maßnahme reine Symbolpolitik und wirkt eher wie ein Marketing-Gag als eine nachhaltige Reform.“
Der Ärztemangel verschärfe sich zunehmend. Bereits rund ein Drittel der österreichischen Ärzteschaft sei älter als 55 Jahre und werde in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Gleichzeitig verlasse ein erheblicher Teil der fertig ausgebildeten Ärzte Österreich, während derzeit rund 300 Kassenarztstellen unbesetzt seien. „Die Versorgungssicherheit unserer Bevölkerung ist dadurch massiv gefährdet“, warnte Pracher-Hilander.
Unverständlich sei zudem, dass sinnvolle Oppositionsvorschläge regelmäßig vertagt würden. „Anträge zur Flexibilisierung der Altersgrenze für Kassenärzte oder zur Einführung einer Ausbildungsgarantie könnten rasch zur Entlastung beitragen. Dass diese Maßnahmen auf die lange Bank geschoben werden, zeigt, dass der politische Wille für echte Reformen fehlt.“
„Österreich braucht keine PR-Maßnahmen, sondern eine nachhaltige Gesundheitsreform. Nur mit strukturellen Verbesserungen können wir den Ärztemangel bekämpfen und die medizinische Versorgung langfristig sicherstellen“, betonte Pracher-Hilander abschließend.
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: presse-klub@fpk.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender