OP-Roboter kommt ab August im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf zum Einsatz

OP-Roboter kommt ab August im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf zum Einsatz

LR Kasser: „Weiterer Schritt zum Vollausbau der roboterassistierten Chirurgie in allen Regionen“

Bei einer Pressekonferenz verkündete heute, Freitag, der für Landeskliniken zuständige Landesrat Anton Kasser gemeinsam mit der Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur, Elisabeth Bräutigam, dem Ärztlichen Direktor des Landesklinikums Mistelbach-Gänserndorf, Prim. Dr. Ronald Zwrtek, MBA, MAS, und Projektleiter Prim. Priv.-Doz. Dr. Florian Wimpissinger „eine wesentliche Neuerung im Gesundheitswesen“. Denn ab August kommt im Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ein OP-Roboter zum Einsatz.

Auf Basis des Gesundheitsplans 2040+ und der damit verbundenen Weiterentwicklung wird die roboterassistierte Chirurgie an den Universitäts- und Landeskliniken landesweit gezielt ausgebaut. „Die Etablierung des neuen OP-Roboters am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ist ein weiterer Schritt zum Vollausbau der roboterassistierten Chirurgie in allen Regionen. Diese Weiterentwicklung in der modernen Medizin bringt allen etwas. Einerseits eine bestmögliche Versorgung für unsere Patientinnen und Patienten durch präzise, sichere und schonende Behandlungsmethoden, andererseits erhöhen wir damit auch die Attraktivität unserer Klinikstandorte als Ausbildungs- und Arbeitsstandorte für junge Medizinerinnen und Mediziner“, so Kasser.

An den Kliniken in St. Pölten, Wiener Neustadt und Krems sind OP-Roboter bereits im Einsatz. Seit ihrer Einführung wurden in Wiener Neustadt und St. Pölten bereits rund 5.000 roboterassistierte Eingriffe durchgeführt, am Universitätsklinikum Krems seit der Einführung rund 30. Nun wurde als nächster Schritt am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf ein OP-Roboter installiert. „Das ist eine wesentliche Neuerung im Gesundheitswesen in Niederösterreich und bedeutet einen Meilenstein für das Schwerpunktkrankenhaus Mistelbach“, so der Landesrat, der darauf hinwies, dass der „Da Vinci“ ab 5. August in Mistelbach eingesetzt wird. „Wir haben uns vorgenommen, dass wir den Ausbau der roboterassistierten Chirurgie forcieren – es wird in jedem Viertel einen Da Vinci geben“, unterstrich er und ergänzte: „Wir wissen, dass mit dem Da Vinci besser, einfacher und schonender operiert werden kann.“ Die Kosten pro OP-Roboter belaufen sich auf jährlich rund eine Million Euro.

LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam sagte: „Von der Einführung dieser neuen Technologien profitieren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da sie an hochmodernen Geräten bestmöglich ausgebildet werden. Diese verbesserten Rahmenbedingungen steigern nicht nur die Qualität der chirurgischen Versorgung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität des Berufsbildes. Sie sind damit ein wesentlicher Faktor, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, langfristig zu binden und die Gesundheitsstandorte nachhaltig zu stärken.“ Die Vorständin betonte zudem, dass nicht der Roboter operiere, sondern dieser als verlängerter Arm des Chirurgen anzusehen sei, der bei der Operation unterstütze.

„Die roboterassistierten Systeme ermöglichen besonders präzise Bewegungsabläufe, eine hochauflösende Visualisierung sowie eine besonders schonende Behandlung des Gewebes. Für Patientinnen und Patienten ergeben sich daraus viele Vorteile. Diese Methode führt zu geringeren Komplikationsraten, reduziertem Blutverlust, weniger Schmerzen sowie einer insgesamt schnelleren Genesung“, so der Ärztliche Direktor Ronald Zwrtek. Projektleiter Florian Wimpissinger unterstrich nochmals, dass der „Roboter nicht selbst operiert, sondern dass das sehr stark beeinflusst ist von dem, was der Chirurg macht. Es ist kein Roboter in dem Sinn, der etwas selbst durchführt oder mit künstlicher Intelligenz arbeitet, sondern er ist quasi der verlängerte Arm von uns Chirurgen und in der minimalinvasiven Chirurgie ist es einfach die logische Weiterentwicklung.“

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Philipp Hebenstreit
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