Barbershops in Oberösterreich und Salzburg erneut im Visier der Finanzpolizei
Barbershops in Oberösterreich und Salzburg erneut im Visier der Finanzpolizei
Die Finanzpolizei im Amt für Betrugsbekämpfung führte im Zeitraum 29. Juni bis 5. Juli 2026 erneut verstärkt Kontrollen von Barbershops in Oberösterreich und Salzburg durch.
39 Finanzpolizistinnen und Finanzpolizisten aus 9 Teams und 9 Kolleginnen und Kollegen der Exekutive kontrollierten 85 Betriebe und 172 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer, davon 130 Drittstaatsangehörige.
Obwohl in dieser risikoanfälligen Branche laufend Kontrollen durchgeführt werden, gab es im Zug der Schwerpunktkontrolle insgesamt 77 Übertretungen: Neben 8 Fällen mit illegaler Ausländerbeschäftigung wurden auch drei Schwarzarbeiter festgestellt sowie eine Übertretung des Arbeitslosenversicherungsgesetzes, die auch gleich zu einer Anzeige wegen Betruges führte. Weiters waren in 42 Fällen keine Arbeitszeitaufzeichnungen vorhanden, acht Übertretungen der Gewerbeordnung wurden festgestellt. Besonders markant war, dass in fast jedem fünften Betrieb – in insgesamt 15 Fällen – Verstöße bei den Registrierkassen festgestellt werden mussten.
Ein Betrieb verwendete keine Registrierkasse. In sechs Betrieben fand man Registrierkassen ohne technische Sicherheitsvorkehrungen. Acht Betreiber erteilten einfach gar keine Belege. In 12 Fällen wurden vereinfachte finanzstrafrechtliche Strafverfügungen wegen Nichtübermittlung von Jahresbelegen sofort erteilt.
Besonders dreist agierte ein Drittstaatsangehöriger in einem Barbershop in Salzburg Umgebung. Er verkaufte noch dazu gefälschte Markenparfums wir Chanel und Gucci. Der Betreiber des Shops gab sich ahnungslos.
Finanzminister Markus Marterbauer: „Die Schwerpunktkontrolle hat wieder einmal gezeigt, wie vielfältigen die Versuche, Abgaben zu verringern, sind. Wir bleiben unserer Linie treu: Null Toleranz bei jeglicher Form des Steuer- und Sozialleistungsbetrugs. Egal ob Schwarzarbeit, nicht getätigte Aufzeichnungen oder fehlende Registrierkassen. Jeglicher Versuch einer bewussten Betrugshandlung wird rigoros verfolgt.“
Bereichsleiter Finanzpolizei Wilfried Lehner stellt zu den Kontrollen in Barbershops fest: „Wer dermaßen beharrlich alle Vorschriften ignoriert, wird auch zukünftig mit gezielten Schwerpunktkontrollen zu rechnen haben – legal operierende Betriebe dürfen nicht die Dummen sein!“
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