Deckenbacher: “Die Justizwache in Innsbruck steht am Limit – jetzt muss das Ministerium liefern”
Deckenbacher: “Die Justizwache in Innsbruck steht am Limit – jetzt muss das Ministerium liefern”
FCG-Bundesvorsitzende fordert rasche Nachbesetzung der offenen Planstellen und ernsthafte Auseinandersetzung mit den Vorschlägen der Justizwachegewerkschaft
Der eklatante Personalmangel in der Justizanstalt Innsbruck ist seit längerem bekannt – passiert ist bislang zu wenig. Das sagt FCG-Bundesvorsitzende Romana Deckenbacher und richtet einen dringenden Appell an das Justizministerium.
“Wer in der Justizwache arbeitet, trägt jeden Tag Verantwortung für Sicherheit und Resozialisierung. Das geht nur mit ausreichend Personal – und genau das fehlt in Innsbruck seit Monaten. Gerade jetzt, in der Urlaubszeit, sind die Engpässe im Dienstbetrieb nicht mehr zu übersehen. Die Kolleginnen und Kollegen leisten Enormes, aber niemand kann auf Dauer über die eigenen Kräfte hinauswachsen”, so Deckenbacher.
Besonders ärgerlich sei, dass konkrete Lösungsvorschläge längst am Tisch liegen. Die Justizwachegewerkschaft Tirol habe mehrfach auf Maßnahmen zur Personalgewinnung hingewiesen – etwa eigene Lehrgänge in Innsbruck sowie eine gezielte Recruiting-Offensive. “Diese Vorschläge sind durchdacht und umsetzbar. Dass sie bis heute nicht einmal ernsthaft kommentiert wurden, ist ein Zeichen mangelnder Wertschätzung gegenüber jenen, die das System täglich am Laufen halten”, kritisiert Deckenbacher.
Die Bundesvorsitzende warnt zudem vor den Folgen für den gesetzlichen Auftrag der Anstalt: “Wenn das Personal fehlt, um Sicherheit zu gewährleisten, bleibt für Resozialisierungsarbeit kaum noch Raum. Das ist nicht nur ein Problem für den Dienstbetrieb, sondern für die gesamte Gesellschaft, die von funktionierender Resozialisierung profitiert.”
Die FCG fordert das Ministerium auf,
· die offenen Planstellen in der Justizanstalt Innsbruck umgehend nachzubesetzen,
· die Vorschläge der Justizwachegewerkschaft Tirol zu Lehrgängen und Recruiting ernsthaft zu prüfen und rasch umzusetzen,
· und einen klaren Zeitplan für die Entlastung des Personals vor Ort vorzulegen.
“Die Kolleginnen und Kollegen in Innsbruck haben sich verdient, dass ihre Warnungen gehört werden – nicht erst, wenn es zu spät ist”, so Deckenbacher abschließend.
Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter
Mag. Denis Strieder, BA
Pressereferent
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