ÖGB-Katzian: Hitzeschutz darf nicht vom guten Willen der Arbeitgeber abhängen

ÖGB-Katzian: Hitzeschutz darf nicht vom guten Willen der Arbeitgeber abhängen

Auch ÖGB-Hitzeumfrage zeigt massive Mängel beim Schutz der Beschäftigten – Arbeitnehmerinnenschutzgesetz wie geplant rasch modernisieren

Die Rekordhitze der vergangenen Wochen hat viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an ihre Belastungsgrenze gebracht.

Die Hitzeumfrage des ÖGB zeigt, wie groß der Handlungsbedarf ist: 29 Prozent der Befragten, also nahezu ein Drittel, arbeiten bei 33 Grad und mehr, 11 Prozent sogar bei mehr als 36 Grad. Gleichzeitig berichten viele Beschäftigte, dass gegen die Hitzebelastung überhaupt nichts unternommen wird. Die Rückmeldungen reichen von „Es wurden bisher null Maßnahmen ergriffen“ über Klimageräte, die ausschließlich in den Büros der Führungskräfte stehen, bis zum Wunsch nach „einer gekühlten Flasche Wasser pro Woche“. Tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer schildern gesundheitliche Folgen wie Übelkeit, Kreislaufprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten.

Alle Expertinnen und Experten sind sich einig: Der Klimawandel wird weitere Hitzewellen bringen. „Auch wenn die Rekordtemperaturen dieses Sommers hoffentlich erreicht wurden – die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Deshalb dürfen wir jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, sagt Katzian.

Ein heute bekannt gewordener Fall von Erntearbeiter:innen, die bei unvorstellbaren 50 Grad Celsius in einer Halle arbeiten mussten, bestätigt den Handlungsbedarf, verweist der ÖGB-Präsident auf das Regierungsprogramm, das eine Modernisierung des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes vorsieht: „Dieses Vorhaben muss so schnell wie möglich in Angriff genommen und umgesetzt werden. Wir brauchen verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen, die bei den Beschäftigten ankommen – im Freien ebenso wie in Innenräumen. Weitere Sommer mit solchen Belastungen ohne ausreichenden Schutz sind den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht zumutbar.“

ÖGB – Kommunikation
Litsa Kalaitzis
Telefon: +43 676 817 111 553
E-Mail: litsa.kalaitzis@oegb.at

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