younion-Kindergartengewerkschaft: Wiener Bildungsstadträtin fernab der Realität!

younion-Kindergartengewerkschaft: Wiener Bildungsstadträtin fernab der Realität!

Große Versprechungen trotz eklatantem Personalmangel

Die heutige Pressekonferenz der Wiener Bildungsstadträtin Bettina Emmerling zum Thema Kindergärten sorgt erneut für großen Unmut in den ersten Bildungseinrichtungen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind wütend, weil ständig Zusatzleistungen verkündet werden, aber dafür schlicht und einfach das Personal fehlt“, sagt Manfred Obermüller, Vorsitzender der Hauptgruppe 1 in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Seit Jahren leisten Pädagog:innen und Assistent:innen unter immer schwierigeren Rahmenbedingungen Herausragendes. Eklatanter Personalmangel, steigende Anforderungen und eine enorme Verantwortung prägen den Arbeitsalltag. „Und dann stellt sich die Bildungsstadträtin hin und verspricht noch mehr Leistungen. Von fixen Ganztagesplätzen über Zusatzförderungen und noch mehr Kindergärten. Das ist komplett fernab der Realität. Schon jetzt fehlen 900 Pädagog:innen in den städtischen Bildungseinrichtungen. Dann auch noch von kleineren Gruppen zu fantasieren, ist fast schon fahrlässig“, so Obermüller.

BESCHÄFTIGTE ERBRINGEN UNBEZAHLTE LEISTUNGEN

Das Personal ist auch deshalb wütend, weil es große Ungerechtigkeiten gibt. Zum Beispiel werden Assistent:innen als Pädagog:innen eingesetzt, ohne die Mehrleistung zu bezahlen. Pädagog:innen wiederum müssen sich um Inklusionskinder kümmern, ohne dass sie dafür fair entlohnt werden. Und auch Kindergartenleiter:innen bekommen zum Beispiel nur für acht Gruppen bezahlt, obwohl es mitunter zwölf Gruppen gibt.

„Das sollte die Bildungsstadträtin bei einer Pressekonferenz thematisieren und nicht so tun, als sei alles paletti“, so Obermüller.

REALITÄT ANERKENNEN

Die younion-Kindergartengewerkschaft fordert daher die Bildungsstadträtin auf, endlich die Realität anzuerkennen und rasch jene Leistungen zu bezahlen, die von den Beschäftigten auch erbracht werden.

„Die Beschäftigten haben sich das lange genug angehört. Jetzt braucht es Taten, damit das bestehende Personal nicht komplett ausbrennt. Wer die Zukunft der Wiener Kindergärten sichern will, muss endlich in jene Menschen investieren, die diese Zukunft jeden Tag möglich machen“, sagt Obermüller abschließend.

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