Schwerpunktaktion gegen Jugendkriminalität: Hoher Kontrolldruck an Wiener Hotspots
Schwerpunktaktion gegen Jugendkriminalität: Hoher Kontrolldruck an Wiener Hotspots
Schwerpunktaktion am Bahnhof Heiligenstadt nach Serie von Raub- und Gewaltdelikten durch jugendliche Tätergruppe – seit 2024 193 Minderjährige festgenommen und 3300 angezeigt
Innenminister Gerhard Karner, Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan und der Döblinger Bezirksvorsteher Daniel Resch verschafften sich am 10. September 2026 während einer Schwerpunktaktion am Heiligenstädter Bahnhof in Wien ein Bild von der Arbeit der Polizistinnen und Polizisten.
An der Schwerpunktaktion zur Bekämpfung der Jugendkriminalität waren über 30 Polizistinnen und Polizisten verschiedener Einheiten, darunter Kräfte der Bereitschaftseinheit, des Stadtpolizeikommandos Döbling, der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität des Landeskriminalamts, der Polizeidiensthundeeinheit, der Landesverkehrsabteilung und der Fremdenpolizei.
„Gewalt, Randale und Vandalismus durch Jugendbanden haben auf unseren Straßen und Plätzen nichts verloren. Unsere eindeutige Botschaft an kriminelle Jugendliche: Schluss damit – denn die Polizei wird den Kontrolldruck, wenn erforderlich, noch weiter erhöhen und konsequent einschreiten. Da gibt es Null Toleranz!“, so Innenminister Gerhard Karner anlässlich einer weiteren Schwerpunktaktion am Bahnhof Heiligenstadt.
„Jugendkriminalität ist eine Herausforderung, der wir konsequent und gemeinsam begegnen müssen. Mit Schwerpunktaktionen setzen wir gezielt dort an, wo Handlungsbedarf besteht – mit hoher polizeilicher Präsenz, gezielten Kontrollen und konsequentem Einschreiten. Die seit 2024 gesetzten Schwerpunkte zeigen Wirkung. Das sehen wir nicht nur in der täglichen Polizeiarbeit, sondern auch in der Kriminalstatistik. Deshalb haben wir die Schwerpunktaktionen weiter intensiviert“, so Landespolizeivizepräsident in Wien, Dieter Csefan.
SCHWERPUNKTAKTIONEN ZEIGEN DEUTLICHE WIRKUNG
Unter Federführung des Bundeskriminalamts wurde im März 2024 die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität eingerichtet. Das Hauptaugenmerk der Einsatzgruppe liegt auf minderjährigen Intensivtätern, die teilweise bereits im Alter von unter 14 Jahren für bis zu 200 Straftaten verantwortlich sind.
Bei hunderten Schwerpunktaktionen in ganz Österreich, in Großstädten und an Hotspots wurden mehr als 1.600 Personen (darunter 193 unter 18-Jährige) festgenommen und über 13.000 Anzeigen (davon 3.300 gegen unter 18-Jährige) erstattet und 210 Waffen (davon 63 bei unter 18-Jährigen) sichergestellt.
GRUPPE KRIMINELLER JUGENDLICHER IN DÖBLING ZERSCHLAGEN
Auch in Döbling konnten durch unterschiedliche polizeiliche Maßnahmen und Schwerpunktkontrollen spürbare Verbesserungen erzielt werden. Es konnten insgesamt 12 syrische, afghanische und österreichische Jugendliche im Alter zwischen 13 und 17 Jahren ausgeforscht und angezeigt werden. Ihnen wurden insgesamt 20 Raubdelikte, gefährliche Drohungen, Körperverletzungen und Verstöße gegen das Waffengesetz, hauptsächlich im Nahbereich von Schulen und im Bereich des Bahnhofs, nachgewiesen werden. Einige von ihnen mussten auch Haftstrafen verbüßen.
Auch der Döblinger Bezirksvorsteher zeigte sich erfreut: „Das Engagement für die Sicherheit der Döblingerinnen und Döblinger hat sich ausgezahlt. Danke an die Polizei und Innenminister Gerhard Karner für das schnelle und professionelle Einschreiten. Die Ausforschung einer 12-köpfigen kriminellen Jugendbande ist ein erster großer Erfolg für die Sicherheit in unserem Bezirk. Ich werde die Entwicklungen auch weiterhin genau beobachten und mit dem Innenministerium und der Polizei in engem Austausch bleiben“, so Bezirksvorsteher Daniel Resch.
Bundesministerium für Inneres
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