Brustkrebsmonat Oktober: Brustkrebs ist mehr als eine medizinische Diagnose
Brustkrebsmonat Oktober: Brustkrebs ist mehr als eine medizinische Diagnose
Die Österreichische Krebshilfe rückt die komplexe Lebenssituation von Brustkrebspatientinnen in den Mittelpunkt des diesjährigen Brustkrebsmonats Oktober.
Seit 24 Jahren steht die Pink Ribbon-Aktion der Österreichischen Krebshilfe für die Erinnerung an die Mammografie und die Solidarität mit Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind. 24 Jahre, in denen Bewusstsein geschaffen, über Früherkennung informiert und Spenden gesammelt wurden, um der steigenden Zahl an Betroffenen rasch und konkret helfen zu können.
Anlässlich des Internationalen Brustkrebstages rückt die Österreichische Krebshilfe die komplexe Gesamtsituation von Brustkrebspatientinnen in den Mittelpunkt. Denn die Herausforderungen, mit denen Frauen nach der Diagnose konfrontiert sind, sind vielfältig – und gehen weit über die medizinische Behandlung hinaus. Eine besondere Dimension stellt dabei die metastasierte und unheilbare Erkrankung dar.
EINE DIAGNOSE – VIELE HERAUSFORDERUNGEN
Die Behandlung von Brustkrebs ist heute so individuell und differenziert wie nie zuvor. Neue, hochspezialisierte und zunehmend komplexe Therapien eröffnen vielen Patientinnen neue Chancen. Gleichzeitig bringt die Vielfalt der Behandlungsmöglichkeiten auch große Herausforderungen mit sich: THERAPIEN MÜSSEN VERSTANDEN, ENTSCHEIDUNGEN GETROFFEN UND OFTMALS BELASTENDE NEBENWIRKUNGEN BEWÄLTIGT WERDEN.
Hinzu kommt die OMNIPRÄSENTE ANGST – vor der nächsten Untersuchung, vor einem Rückfall, einem Fortschreiten, vor Nebenwirkungen und vor einer ungewissen Zukunft. Für viele Frauen verändert sich mit der Diagnose das Verhältnis zum eigenen Körper und zum bisherigen Leben grundlegend.
Eine Krebserkrankung hat immer auch eine SOZIALE DIMENSION: Wie verändert sich die Rolle innerhalb der Familie? Was bedeutet die Erkrankung für Partnerschaft und Sexualität? Wie gehen Kinder und Angehörige damit um? Und wer ist da, wenn die eigene Kraft nicht mehr ausreicht?
Für immer mehr Betroffene stellen sich auch BERUFLICHE UND FINANZIELLE FRAGEN: Wie geht es nach langen Krankenständen oder bei eingeschränkter Arbeitsfähigkeit beruflich weiter? Was bedeutet die Erkrankung für die finanzielle Situation? Und wie findet man sich im österreichischen Paragraphendschungel rund um Krankenstand, Pflegegeld, Berufsunfähigkeit, Rehageld etc. zurecht – insbesondere in einer emotionalen Ausnahmesituation?
“DIE MEDIZINISCHE BEHANDLUNG IST EIN WICHTIGER TEIL DER THERAPIE. ABER WIR MÜSSEN DIE GESAMTSITUATION VON BETROFFENEN, IHRE HERAUSFORDERUNGEN, BELASTUNGEN UND ANLIEGEN NOCH STÄRKER ZUM GESUNDHEITSPOLITISCHEN THEMA MACHEN: WAS BRAUCHEN MENSCHEN, DAMIT SIE MIT EINER KREBSERKRANKUNG BESTMÖGLICH LEBEN KÖNNEN – WÄHREND DER THERAPIE, DANACH UND IN EINER PALLIATIVEN SITUATION?” – Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda.
EXPERT:INNEN UND PATIENTINNEN IM GESPRÄCH
Die Österreichische Krebshilfe stellt deshalb einen offenen Bühnentalk in den Mittelpunkt der diesjährigen Auftaktveranstaltung zum Brustkrebsmonat Oktober. Die Krebshilfe-Expert:innen UNIV.-PROF. DR. PAUL SEVELDA, DOZ. DR. MAXIMILIAN MARHOLD UND UNIV.-PROF. DR. EVA MASEL beleuchten gemeinsam mit Patientinnen die unterschiedlichen Aspekte und Herausforderungen, die mit einer Brustkrebserkrankung verbunden sind. Der Bühnentalk wird von der langjährigen Pink-Ribbon-Botschafterin, Journalistin und Herausgeberin USCHI PÖTTLER-FELLNER moderiert.
ÖSTERREICHISCHE KREBSHILFE: UNVERZICHTBARER PFEILER FÜR PATIENT:INNEN UND ANGEHÖRIGE
Mit ihren 63 Krebshilfe-Beratungsstellen in ganz Österreich begleitet die Österreichische Krebshilfe jährlich rund 30.000 Menschen – von psychoonkologischer Beratung und Information über sozialrechtliche Unterstützung bis hin zu finanzieller Soforthilfe. Diese wichtige Hilfe unter einem Dach ist für viele Betroffene (jeder Krebsart) und ihre Angehörigen eine unverzichtbare Unterstützung. Das umfassende Beratungs- und Betreuungsangebot wird weitgehend durch private Spenden und Sponsoring finanziert. Einzelne Krebshilfe-Landesvereine erhalten darüber hinaus regionale Unterstützungen.
“DER ÜBERWIEGENDE TEIL DER HILFESUCHENDEN SIND FRAUEN, INSBESONDERE BRUSTKREBSPATIENTINNEN. GENAU HIER SETZT DIE PINK RIBBON-AKTION AN: UNSERE VISION WAR ES, GEMEINSAM MIT PARTNERN UND UNTERSTÜTZERN EINE STARKE ‚PINK RIBBON FAMILIE‘ ZU BILDEN UND DAFÜR SORGE ZU TRAGEN, DASS BETROFFENE UND IHRE ANGEHÖRIGEN JENE HILFE ERHALTEN, DIE SIE IN DIESER SCHWIERIGEN ZEIT BENÖTIGEN.”_ – _Krebshilfe-Geschäftsführerin und Pink Ribbon-Projektleiterin Doris Kiefhaber.
„Wir sind daher Estée Lauder und allen anderen Pink Ribbon-Partnern und Unterstützer:innen von Herzen dankbar. Mit ihrem großartigen Engagement, ihren Spenden, ihrem Sponsoring und ihrer Unterstützung tragen sie ganz wesentlich dazu bei, dass wir Brustkrebspatientinnen und ihre Angehörigen nicht nur heute, sondern auch weiterhin mit Beratung und Unterstützung kostenlos zur Seite stehen können“, so Kiefhaber.
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Österreichische Krebshilfe
Doris Kiefhaber, Geschäftsführung
Telefon: 0676/5024372
E-Mail: kiefhaber@krebshilfe.net
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