Mietervereinigung begrüßt verschärfte Regeln für Kurzzeitvermietung in Wien

Mietervereinigung begrüßt verschärfte Regeln für Kurzzeitvermietung in Wien

Stadt setzt Schritte in die richtige Richtung – Vollzug entscheidend – für leistbares Wohnen muss der Bund das Mietrecht reformieren.

Die Mietervereinigung begrüßt das Vorhaben der Stadt Wien, die Regeln für touristische Kurzzeitvermietung zu verschärfen. Wer eine Wohnung über Plattformen kurzzeitig an Gäste vermietet, muss sich künftig registrieren. Auch Umwidmungen von Wohnraum in Beherbergungsstätten sollen eingeschränkt werden, wie Bürgermeister Michael Ludwig ankündigte.

„Das ist eine wichtige Entscheidung für alle, die in Wien zur Miete wohnen oder eine Wohnung suchen, weil damit Kurzzeitvermietungen weiter eingeschränkt werden“, sagt Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung Österreichs. „Wohnen ist ein Grundbedürfnis, Kurzzeitvermietung ist ein Geschäft. Das Grundbedürfnis geht immer vor. Die neuen Regeln sind ein Schritt in diese Richtung.“

Entscheidend sind aus Sicht der Mietervereinigung nun engmaschige Kontrollen, die Verstöße aufdecken und Strafen für jene die sich nicht an die Regeln halten. Auch andere Städte sollten Kurzzeitvermietung konsequent einschränken, fordert Niedermühlbichler. „Für leistbares Wohnen braucht es aber auch weitere Reformen im Mietrecht, und das ist Bundessache“, sagt Niedermühlbichler. „Ein Mietrecht für alle mit echten Preisgrenzen, ein Aus für befristete Mietverträge und eine faire Reform der Betriebskosten sind die nächsten Reformschritte, die kommen müssen.“

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