Heidenbauer-Gruppe muss Restrukturierung beenden – Fortführung nicht mehr möglich
Heidenbauer-Gruppe muss Restrukturierung beenden – Fortführung nicht mehr möglich
Restrukturierung war auf gutem Weg – vereinbarte Bankfinanzierung wurde nicht eingehalten.
Die Heidenbauer-Gruppe, seit 1946 ein österreichisches Unternehmen mit Sitz in Bruck an der Mur, muss ihre seit November 2025 intensiv betriebene Restrukturierung beenden. Eine Fortführung des Geschäftsbetriebs ist nicht mehr möglich, da die vereinbarte Finanzierung durch die Hausbank nicht eingehalten wurde. Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Die nächsten Schritte erfolgen im Rahmen der laufenden Verfahren in Abstimmung mit den Insolvenzverwaltern sowie den Restrukturierungs- und Rechtsberatern.
RESTRUKTURIERUNG UND PERSÖNLICHER EINSATZ
Im November 2025 wurden beim Landesgericht Leoben für vier operative Gesellschaften Anträge auf Eröffnung von Sanierungs- beziehungsweise Insolvenzverfahren eingebracht. Ziel war es, wirtschaftlich tragfähige Geschäftsbereiche zu stabilisieren, Kundenprojekte fortzuführen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.
Seitdem wurden Betrieb und Projekte fortgeführt, Strukturen und Kosten angepasst sowie Kundenbeziehungen und Gewährleistungsverpflichtungen gesichert. Management und Belegschaft hielten das Unternehmen unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig. Der Eigentümer führte die Gespräche mit den maßgeblichen Stakeholdern, entwickelte alternative Fortführungslösungen und brachte erhebliche private Mittel ein.
VEREINBARTE FINANZIERUNG DURCH HAUSBANK NICHT UMGESETZT
Der Restrukturierung lag eine verbindlich vereinbarte Finanzierung durch die Hausbank zugrunde. Wesentliche Finanzierungsschritte wurden jedoch teilweise nicht bzw. teilweise nicht vollständig durch die Bank umgesetzt. Durch die dadurch entstandene Liquiditätskrise wurde die bis dahin auf gutem Weg befindliche Restrukturierung trotz der Leistungen von Eigentümer, Management und Belegschaft verhindert.
Der Eigentümer der Heidenbauer-Gruppe: „Wir haben alles unternommen, um die Gruppe und ihre Arbeitsplätze zu erhalten: den Betrieb fortgeführt, die Strukturen neu geordnet und erhebliche private Mittel eingebracht. Wir konnten das Vertrauen unserer Partner am Markt wieder aufbauen. Dass die Restrukturierung nun an der nicht umgesetzten Finanzierung gescheitert ist, macht nicht nur mich als Unternehmer, sondern auch die Mitarbeiter:innen fassungslos. Es wird Vermögen und Know-How zerstört, was letztendlich dem steirischen und österreichischen Wirtschaftsraum schadet!“
Der Eigentümer und die Geschäftsführung haben die Mitarbeiter:innen, Kunden, Lieferanten und weitere Geschäftspartner über die Situation informiert.
Das weitere Schicksal liegt nun in den Händen der Insolvenzverwaltung, es bleibt zu hoffen, dass der eine der oder andere Betrieb, oder Betriebsteil von einem Marktbegleiter übernommen werden kann.
WEITERE INFORMATIONEN
GRÜNDE FÜR DIE INSOLVENZ
Auslöser der im November 2025 eingeleiteten Sanierungs- und Insolvenzverfahren waren massive Preissteigerungen bei Stahl, Aluminium und Energie, die Rückführung pandemiebedingter Förderungen, Lieferkettenverzögerungen sowie hohe Zahlungsausfälle insolventer Großkunden. Diese Faktoren belasteten die Gruppe trotz solider Auftragslage erheblich.
ÜBER DIE HEIDENBAUER-GRUPPE
Heidenbauer-Gruppe: österreichisches Unternehmen mit Sitz in Bruck an der Mur. Seit 1946 steht sie für handwerkliche Qualität, technische Präzision und Lösungen aus Metall, Aluminium, Edelstahl und Glas; realisierte Bau- und Industrieprojekte in der DACH Region.
Thomas Huemer PR & Strategy Consulting
Mag. Thomas Huemer
Telefon: +43 6641864762
E-Mail: t.huemer@thomashuemer.at
www.thomashuemer.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender