Lesepatenschaften werden ausgebaut: Bildungsministerium stellt 120.000 Euro für Leseförderung bereit

Lesepatenschaften werden ausgebaut: Bildungsministerium stellt 120.000 Euro für Leseförderung bereit

Minister Wiederkehr: „Lesen zu fördern ist eine Zukunftsinvestition-es beflügelt die Fantasie, stärkt den Spracherwerb und bildet die Grundlage, auf der weiteres Lernen aufbaut.“

Die PISA-Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Lesekompetenzen der Kinder und Jugendlichen rückläufig sind. Mit dem Ausbau der Lesepat/inneninitiative setzt das Bundesministerium für Bildung daher einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen. Dafür wurden zusätzliche Fördermittel von 120.000 Euro bereitgestellt, Förderanträge konnten bis Ende April eingereicht werden. Nun steht fest: Insgesamt werden 14 Organisationen aus allen neun Bundesländern gefördert, um ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten auszubilden, zu begleiten und zu vernetzen.

„Lesen ist die Grundkompetenz, auf der alles andere aufbaut. Ein Kind, das nicht sinnerfassend lesen kann, verliert nicht nur den Anschluss in der Schule – es verliert Chancen für sein ganzes Leben. Gerade heute, in einer Welt voller Information und Desinformation, ist Lesekompetenz der Schlüssel zu Verstehen, Teilhabe und Selbstbestimmung. Doch Lesen ist weit mehr als eine Notwendigkeit: Es bereitet Freude, beflügelt die Fantasie und eröffnet unseren Kindern – die von Natur aus so neugierig und fantasievoll sind – immer wieder neue Welten. Diese Begeisterung zu wecken und zu erhalten, ist unsere Aufgabe und Verantwortung“, betont Bildungsminister Christoph Wiederkehr.

Lesepatinnen und Lesepaten haben sich als wirksame Ergänzung zum Unterricht bewährt. Sie ermöglichen Kindern zusätzliche individuelle Lesezeit, fördern Leseflüssigkeit und Leseverständnis, stärken Motivation und Selbstvertrauen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Lesekompetenz. Gleichzeitig unterstützen sie Schulen durch die strukturierte Einbindung qualifizierter Ehrenamtlicher. Lesepatinnen und Lesepaten leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung der Lesefreude und der Sprachentwicklung. Bereits mehr als 4.600 ehrenamtliche Lesepatinnen und Lesepaten engagieren sich bisher österreichweit in Schulen, Bibliotheken und weiteren Bildungseinrichtungen und schenken Kindern Zeit, Aufmerksamkeit und Freude am Lesen.

Mit der neuen Förderung stärkt das Bildungsministerium jene Organisationen, die dieses Engagement ermöglichen und ausbauen. Die zusätzlichen Mittel fließen in die Qualifizierung, Begleitung und Vernetzung der Ehrenamtlichen und schaffen damit die Grundlage für eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Leseförderung in ganz Österreich. „Ich danke allen Menschen, die sich freiwillig engagieren und als Lesepatinnen und Lesepaten tätig sind. Aber natürlich danke ich auch den Organisationen für ihr Engagement, die vielen bereits tätigen Lesepatinnen und Lesepaten zu begleiten und neue Lesepatinnen und Lesepaten auszubilden. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit“, so Bildungsminister Christoph Wiederkehr.

LESEFÖRDERUNG ALS BILDUNGSPOLITISCHER SCHWERPUNKT

Die Stärkung der Grundkompetenzen – insbesondere der Lesekompetenz – zählt zu den zentralen bildungspolitischen Schwerpunkten der Bundesregierung.

Alle Kinder und Jugendlichen sollen flüssig und sinnerfassend lesen können, unabhängig von Herkunft oder Familiensprache. Lesen wird deshalb nicht nur im Deutschunterricht gefördert, sondern als fächerübergreifende Aufgabe in der gesamten Schule verstanden. Durch kontinuierliche Förderung über die gesamte Bildungslaufbahn wird Lesen zur Grundlage für selbstständiges Lernen und Chancengerechtigkeit.

Seit dem Schuljahr 2023/24 setzt das Bildungsministerium weiters zahlreiche Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung der Lesekompetenz um. Mit der Einführung des bundesweiten Lesegütesiegels und Qualitätskriterien für die Leseförderung, dem Ausbau von Fortbildungsangeboten für Pädagoginnen und Pädagogen oder der Bereitstellung umfassender Unterrichtsmaterialien seien nur ein paar der Maßnahme genannt, die das Bildungsministerium setzt und weiter ausbauen wird.

Bundesministerium für Bildung
Manfred Kling, Mediensprecher
Telefon: 01/531205034
E-Mail: Manfred.Kling@bmb.gv.at

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