„Die Vision ist ganz klar das unfallfreie Fahren“ / Mercedes-Benz Trucks treibt mit Neuentwicklungen die Lkw-Sicherheit weiter voran

„Die Vision ist ganz klar das unfallfreie Fahren“ / Mercedes-Benz Trucks treibt mit Neuentwicklungen die Lkw-Sicherheit weiter voran

Wörth (ots) – Anmoderation:

Wegweisende Innovationen für die aktive und passive Sicherheit von Lkw hat Mercedes-Benz Trucks heute in Wörth präsentiert. Innovationen wie beispielsweise Multimedia-Cockpit, MirrorCam, weiterentwickelte Sicherheitssysteme und teilautomatisierte Fahrfunktionen sorgen schon bisher im Flaggschiff Actros dafür, die stetig wachsenden Anforderungen im Fernverkehr wie auch im schweren Verteilerverkehr besser denn je zu erfüllen und den Fahrer bei der Erledigung seiner Aufgaben so optimal wie möglich zu unterstützen. Mit gleich zwei Weltneuheiten, die heute Journalisten im größten Lkw-Werk erstmals vorgeführt worden sind, treibt Mercedes-Benz Trucks die Lkw-Sicherheit weiter voran. Wir haben uns mit Professor Dr. Uwe Baake, dem Leiter Produktentwicklung Mercedes-Benz Lkw unterhalten:

1. Herr Prof. Dr. Baake, welche Bedeutung hat das Thema Sicherheit bei Daimler Trucks?
Aller höchste Priorität. Clean and Save Drive Technologies, also wir stehen für saubere und sichere Lkw, haben auch entsprechende Budgets, die wir dort im Jahr entsprechend einplanen. Und wir sind, von der Historie her, vom aktiven Bremsassistenten bis zu den neuen Systemen immer ganz nah an der Entwicklung dran. (0:20)

2. Was ist Ihre Vision?
Die Vision ist ganz klar das unfallfreie Fahren. Jetzt ist oft der Weg das Ziel, insofern bringen wir bereits auf dem Weg zum unfallfreien Fahren immer wieder ein Stück weit Systeme in den Markt, die dann auch dem Fahrer und den Verkehrsteilnehmern ein Stück Sicherheit geben. (0:24)

3. Sie zeigen heute hier in Wörth zwei neue bahnbrechende Innovationen, die das Sicherheitsniveau der Fahrzeuge erneut steigern. Welche?
Also bahnbrechende Innovationen sind heute auch wieder Weltpremieren für uns. Zum einen der Emergency Stop Assist, eine Erweiterung unseres Active Drive Assist, unseres automatisierten Fahrens auf Level 2. Und die andere bahnbrechende Erweiterung, ist die Erweiterung eines aktiven Bremseingriffes unseres Systems beim Abbiegen, wenn der Fahrer sämtliche Warnsignale überhört. (0:28)

4. Reden wir erst einmal über den Active Sideguard Assistent. Wie erweitert der den Abbiege-Assistent?
Der heutige Abbiegeassistent überwacht den Raum rechts neben dem Fahrzeug. Sobald der Fahrer, sei es durch Setzen des Blinkers oder durch Einlenken des Lenkrades andeutet, dass er rechts abbiegen möchte, wird er über eine entsprechende Warnkaskade gewarnt. Er muss aber auf diese Warnkaskade achten und das Fahrzeug zum Stillstand bringen, bevor es zur Kollision kommt. In der Erweiterung übernehmen wir das jetzt auch noch für den Fahrer, sollte er aus irgendwelchen Gründen so abgelenkt sein, dass er zu spät oder gar nicht zum Bremsen kommt. Wir berechnen den letztmöglichen Zeitpunkt einer Vollbremsung mit dem System und bremsen dann für den Fahrer. (0:42)

5. Die zweite Innovation ist der Active Drive Assist 2. Wie wichtig ist teilautomatisiertes Fahren für Sicherheit?
Der Active Drive Assist, so wie wir ihn heute haben, kann für den Fahrer das Lenken in der Spur übernehmen. Es ist ein sogenanntes automatisiertes System auf Level 2. Das heißt, der Fahrer ist immer in der Verantwortung durch Eingriff. Auch dort haben wieder entsprechende Eingriffe im Fahrzeug, die in die Lenkung so eingreifen, dass das Fahrzeug immer und sauber in der Spur bleibt. (0:26)

6. Wie funktioniert der Active Drive Assist 2?
Die Erweiterung des Systems heute ist die, wenn wir über einen bestimmten Zeitraum nicht mehr detektieren, dass der Fahrer noch aktiv am Verkehrsgeschehen teilnimmt, müssen wir davon ausgehen, dem Fahrer ist etwas passiert. Der Fahrer ist nicht mehr in der Lage aktiv teilzunehmen, so dass wir das Fahrzeug dann normalerweise aus 80, 85 zum Stillstand bringen. Aber nicht mit einer Vollbremsung, das heißt wir haben dann einen Bremsweg von 170 bis 200 Meter, bis das Fahrzeug sicher in der Spur abgestellt wird. (0:37)

7. Wenn jetzt andere Fahrer helfen wollen oder Rettungssanitäter kommen, ist ja sicher der Truck verriegelt?
In dem Moment, wo wir den Truck abstellen, wird selbstverständlich die Warnblinkanlage eingeschaltet, dass die Verkehrsteilnehmer sehen, da ist ein Notfall. Wir öffnen den Truck automatisiert, das heißt die Zentralverriegelung wird aufgehoben und wir legen selbstverständlich auch die Parkbremse ein, die wir elektronisch einlegen können. Wie auch andere Bremseingriffe, ist das mittlerweile in den Systemen alles elektronisch möglich. (0:24)

8. Wird der Fahrer durch die Assistenzsysteme nicht aus seiner Verantwortung genommen?
Der Fahrer bleibt erst einmal immer in der vollständigen Verantwortung. Wo wir ihn unterstützen, das ist in komplexen Verkehrssituationen, in Ermüdungssituationen, zum Beispiel mit dem Active Drive Guard, dass wir für ihn das Fahrzeug in der Spur halten. Letztendlich sind das alles Assistenzsysteme, die den Fahrer dabei unterstützen sollen, noch sicherer im Straßenverkehr zu agieren, die ihm aber nicht die Verantwortung für das Fahrzeug abnehmen. (0:29)

Abmoderation:

Prof. Uwe Baake, Leiter der Produktentwicklung Mercedes-Benz Lkw im Interview. In Wörth hat das Unternehmen heute zwei neue Modelle seiner Actros-Baureihe vorgestellt und Neuentwicklungen, die die Lkw-Sicherheit weiter vorantreiben präsentiert.

Pressekontakt:

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Carola Pfeifle, 0711 17-53551
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