Vier Jahre „Wiener Wäldchen“: Aus Setzlingen wurden Mini-Wälder
Vier Jahre „Wiener Wäldchen“: Aus Setzlingen wurden Mini-Wälder
Klimastadtrat Czernohorszky zieht positive Zwischenbilanz: 15 „Wiener Wäldchen“ bieten Lebensraum für Vögel, Bienen und Fledermäuse
Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky zog heute im Rahmen der Wiener Klima-Tour gemeinsam mit Bezirksvorsteherin der Brigittenau, Christine Dubravac-Widholm eine positive Zwischenbilanz: Beim Besuch eines der „Wiener Wäldchen“ im Hugo-Gottschlich-Park konnten sie sich davon überzeugen, wie viel Leben in der Stadt steckt, wenn man Natur Raum gibt. In nur vier Jahren hat sich die nach spezieller Methode angelegte Grünfläche dort zu einem dichten Mini-Wald entwickelt.
„Mit den insgesamt 15 ‚Wiener Wäldchen‘ holen wir ein Stück Wildnis zurück in die Stadt“, sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. „In nur vier Jahren sind aus jungen Pflanzflächen teils bereits dichte, naturnahe Mini-Wälder geworden, die Lebensraum für Bienen, Vögel, Fledermäuse und viele weitere Arten bieten. Die diesjährige Klima-Tour zeigt den Wienerinnen und Wienern genau diese Vielfalt und macht erlebbar, wie wertvoll Stadtnatur für uns alle ist – und wie sie zu einem kühleren, grüneren Wien beiträgt.“
„Das Wiener Wäldchen und die Idee dahinter sind als Erfolgsgeschichte fast ein Selbstläufer! Projekte wie dieses – und das sage ich mit Stolz – funktionieren in der Brigittenau. Ich denke da auch an unser wissenschaftlich begleitetes INTERREG-Projekt in der Jägerstraße. Es geht eben bei der Schaffung von Grünflächen immer auch um Artenvielfalt“, betont Bezirksvorsteherin Christine Dubravac-Widholm.
BRUTVOGELMONITORING BELEGT MEHR ARTENVIELFALT
Wie sehr die Artenvielfalt von den Wiener Wäldchen profitiert, lässt sich auch an den Ergebnissen des Brutvogelmonitorings ablesen: Im Wesentlichen zeigt sich, dass in den untersuchten sechs Wäldchen ein größeres Insektenaufkommen vorhanden ist und diese Lebensräume damit auch für Nahrungsgäste – konkret bis zu 16 Vogelarten – attraktiv sind. Auch erste Brutnachweise konnten festgestellt werden, vor allem wenn die Wäldchen größere Bäume beherbergen. Sichtungen von unterschiedlichsten Arten werden immer häufiger über die Plattform iNaturalist eingemeldet.
MINI-WÄLDER IN 15 BEZIRKEN: KLEINE FLÄCHEN, GROSSE WIRKUNG
Die ersten Wiener Wäldchen entstanden 2022 – insgesamt sind diese besonderen Grünflächen mittlerweile in 15 Wiener Bezirken zu finden. Sie werden nach der Miyawaki-Methode angelegt: Viele heimische Baum- und Straucharten werden sehr dicht gepflanzt, sodass sie um Licht und Platz konkurrieren. Das beschleunigt das Wachstum und führt in wenigen Jahren zu robusten, naturnahen Wäldern. Die Wäldchen sind ein Leuchtturmprojekt der diesjährigen Klima-Tour, die 2026 ganz im Zeichen der Artenvielfalt steht. Sie stärken die Biodiversität, verbessern die Luftqualität und kühlen die Umgebung. Ein weiteres Wiener Wäldchen soll im Herbst gepflanzt werden.
WIENER KLIMA-TOUR 2026: ARTENVIELFALT IM FOKUS
Mit acht E-Lastenrädern tourt die Klima-Tour auch 2026 durch ganz Wien und macht Klimaschutz erlebbar. Jedes Rad widmet sich einem anderen Thema – von Ernährung über Kreislaufwirtschaft, Wasser, Grünraum bis hin zur Artenvielfalt. Neben vielen Tipps und Wissenswertem für den Alltag gibt es interaktive Angebote, Möglichkeiten zum Ausprobieren und Raum für persönliche Gespräche mit Expert*innen. Im ersten Halbjahr war die Klima-Tour zudem beim 48er-Gipfeltreffen und beim Wiener Wasserfest zu Gast und konnte bereits etwa 3.500 Schülerinnen und Schüler in Wien begeistern.
MEHR INFOS:
Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
Telefon: +43 1 4000 81446
E-Mail: michaela.zlamal@wien.gv.at
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