FMA: Auslandsgeschäft der österreichischen Versicherungsgruppen wächst auf €14,3 Mrd.

FMA: Auslandsgeschäft der österreichischen Versicherungsgruppen wächst auf €14,3 Mrd.

Auslandsanteil am Prämieneinkommen steigt auf 56%, wichtigste Märkte bleiben Tschechien, Polen, Rumänien, Ungarn, Türkei und Slowakei

Die fünf international tätigen ÖSTERREICHISCHEN VERSICHERUNGSGRUPPEN haben ihr Auslandsgeschäft im Jahr 2025 weiter ausgebaut. Das im Ausland erzielte Prämienvolumen stieg auf Ꞓ14,3 Mrd. und lag damit um 10,7% über dem Vorjahr. Damit übertraf das Ausland erneut das heimische Geschäft, das ein Prämienvolumen von Ꞓ11,3 Mrd. erreichte; der Anteil des Auslandsgeschäfts erhöhte sich damit auf 56%. Das zeigt der heute veröffentlichte FOREIGN INSURANCE BUSINESS REPORT 2026 der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA).

„Das Auslandsgeschäft ist für die österreichischen Versicherungen längst ein zentraler Bestandteil ihres Geschäftsmodells“, erklärte FMA-Vorständin MARIANA KÜHNEL. „Die breite regionale Aufstellung eröffnet Wachstumschancen in unterschiedlichen Märkten und trägt dazu bei, wirtschaftliche Entwicklungen einzelner Länder besser abzufedern. Deshalb ist eine eng abgestimmte grenzüberschreitende Aufsicht so wichtig. Die FMA ist als Gruppenaufseherin im laufenden Austausch mit den zuständigen Aufsichtsbehörden vor Ort, insbesondere über die europäischen Aufsichtskollegien.“

Im Mittelpunkt der österreichischen Versicherer stehen weiterhin die Märkte in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. TSCHECHIEN und POLEN sind mit Anteilen von 22% bzw. 18% am ausländischen Prämienvolumen die mit Abstand wichtigsten Länder. Weitere Schlüsselmärkte mit jeweils mehr als 5% Anteil am ausländischen Prämienvolumen sind RUMÄNIEN, UNGARN, die TÜRKEI und die SLOWAKEI. Zusammen entfallen auf diese sechs Märkte rund 70% des gesamten ausländischen Prämienvolumens.

Den höchsten MARKTANTEIL verzeichnen die heimischen Firmen in TSCHECHIEN und der SLOWAKEI mit jeweils knapp über 40%, gefolgt von Litauen mit 35% und Rumänien mit 33%. Für das laufende Jahr erwartet die FMA allerdings eine deutliche Verschiebung des geografischen Schwerpunkts aufgrund der Übernahme der deutschen Nürnberger Versicherung durch die Vienna Insurance Group. Besondere Bedeutung haben für die FMA die Märkte der BEITRITTSKANDIDATEN zur EU, da sich dort Wachstumschancen mit Fragen der Konvergenz und Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden ergänzen.

Der gesamte Bericht zum Auslandsgeschäft österreichischer Versicherungsgruppen ist auf der Website der FMA abrufbar.

FMA-Mediensprecher
Boris Gröndahl
Telefon: +43 1 24959-6010 / +43 676 8824 9995
E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at

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