AK Wien: Insolvenzentgeltfonds ausfinanzieren – Arbeitnehmer:innen dürfen nicht für Managementfehler büßen!
AK Wien: Insolvenzentgeltfonds ausfinanzieren – Arbeitnehmer:innen dürfen nicht für Managementfehler büßen!
Dvořák: Kochers Körberlgeld für die Wirtschaft rächt sich jetzt. Arbeitgeberbeitrag muss umgehend wieder angehoben werden.
Angesichts der schwindenden Reserven im Insolvenzentgeltfonds (IEF) fordert die Arbeiterkammer (AK) Wien die sofortige Anhebung des Arbeitgeberbeitrags. „Wir erleben gerade die Rechnung für ein verheerendes Geschenk an die Wirtschaft: Ex-Minister Kocher hat den IEF-Beitrag der Betriebe von 0,2 auf 0,1 Prozent halbiert, nun rächt sich dieses Körberlgeld. Dem Fonds fehlen 160 Millionen, und die Arbeitnehmer:innen drohen, um ihre bereits verdienten Löhne umzufallen“, kritisiert Ludwig Dvořák, Bereichsleiter Arbeitsrechtliche Beratung und Rechtsschutz der AK Wien. Er fügt hinzu: „Es ist zutiefst ungerecht, wenn die Beschäftigten die eklatanten Fehlentscheidungen der Führungsebenen – wie jüngste prominente Großpleiten eindrücklich gezeigt haben – ausbaden müssen, während sich die Arbeitgeber einen schlanken Fuß machen.“
Absurden Forderungen, wonach der Fonds Kredite aufnehmen oder die AK einspringen solle, erteilt die Arbeiterkammer eine klare Absage. „Der Insolvenzentgeltfonds wird nach dem Verursacherprinzip von den Arbeitgebern finanziert. Sie dürfen das unternehmerische Risiko jetzt nicht auf die Solidargemeinschaft abwälzen“, stellt Dvořák klar. Die Politik müsse den damaligen Fehler umgehend korrigieren. „Der Fonds muss durch eine Rückkehr zum alten Beitragssatz wieder ausfinanziert werden – alles andere ist ein Angriff auf die Sicherheit der Beschäftigten“, schließt Dvořák.
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