Seniorenrat zu Pensionsanpassung: Volle Anpassung bleibt Forderung – über den Rest wird verhandelt
Seniorenrat zu Pensionsanpassung: Volle Anpassung bleibt Forderung – über den Rest wird verhandelt
Präsidentinnen Korosec und Gerstorfer: „Volle Inflationsabgeltung ist unser Maßstab – konkrete Ausgestaltung der Anpassung ist Verhandlungssache“
Der Österreichische Seniorenrat hält angesichts der bekannt gewordenen Eckpunkte zum Doppelbudget 2027/2028 an seiner Linie fest: Maßstab bleibt die volle Anpassung der Pensionen an die Inflation. Zugleich betonen die beiden Präsidentinnen des Seniorenrats, Ingrid Korosec und Birgit Gerstorfer, dass die konkrete Ausgestaltung der Pensionsanpassung erst in den bevorstehenden Gesprächen verhandelt wird und eine abschließende Bewertung daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist.
VOLLE ANPASSUNG BLEIBT ZIEL – KEINE ZUSÄTZLICHE BELASTUNG
„Unsere Forderung ist klar und bleibt aufrecht: Wir wollen eine volle, gesetzlich abgesicherte Inflationsabgeltung für alle Pensionistinnen und Pensionisten. Diese Anpassung ist kein Geschenk, sondern eine Frage des Respekts und des Vertrauensschutzes“, unterstreichen Korosec und Gerstorfer. Zugleich halten sie fest: „Pensionistinnen und Pensionisten dürfen nicht noch einmal einseitig zur Budgetkonsolidierung herangezogen werden. Wer ein Leben lang gearbeitet und Beiträge geleistet hat, darf jetzt nicht mit zusätzlichen Belastungen konfrontiert werden.“
REST IST VERHANDLUNGSSACHE – AUGENMASS IN KRISENZEITEN
Die Präsidentinnen verweisen darauf, dass die finanzielle Gesamtlage des Landes ernst ist und mit öffentlichen Mitteln verantwortungsvoll umgegangen werden muss. „Ob eine Anpassung mit einer 3 vor dem Komma und damit über dem Vorjahreswert ein erster Schritt in die richtige Richtung ist, wird sich erst dann beurteilen lassen, wenn alle Details vorliegen. Für uns ist klar: Der Rahmen ist ernst, aber das Ziel bleibt – die volle Anpassung, der Rest ist Verhandlungssache“, so Korosec und Gerstorfer.
ENTSCHEIDEND IST, WAS BEI DEN MENSCHEN ANKOMMT
„Tragbar ist ein Modell nicht aufgrund einer Zahl in der Überschrift, sondern daran, was am Ende bei den Menschen ankommt“, betonen die Präsidentinnen. Maßstab des Seniorenrats bleibe, dass Pensionen vor Kaufkraftverlust schützen und kleine und mittlere Pensionen besonders abgesichert werden – gerade in einer Phase, in der die Teuerung viele ältere Menschen stark belastet.
PROTESTMASSNAHMEN BLEIBEN OPTION
Der Seniorenrat kündigt an, die anstehenden Gespräche mit Nachdruck und geschlossen zu führen. „Wir gehen konstruktiv in die Verhandlungen – aber auf einer klaren Basis: Volle Anpassung bleibt unsere Forderung. Sollte sich allerdings zeigen, dass die konkrete Ausgestaltung am Ende doch zu einer unzumutbaren Belastung der älteren Generation führt, können auch Protestmaßnahmen der Seniorenvertretungen nicht ausgeschlossen werden“, erklären Korosec und Gerstorfer abschließend.
Österreichischer Seniorenrat
Mag. Wolfgang Braumandl
Telefon: +43 1 8923465
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