FPÖ – Ecker: „Der SPÖ-Sportminister soll Verantwortung übernehmen, statt auf Unzuständigkeit zu verweisen“

FPÖ – Ecker: „Der SPÖ-Sportminister soll Verantwortung übernehmen, statt auf Unzuständigkeit zu verweisen“

FPÖ fordert faire Frauenbewerbe auf Grundlage des biologischen Geschlechts

„Heute diskutieren wir im Nationalrat über den Frauensport und damit über Fairness, Chancengleichheit und Sicherheit. Nachdem die Einheitspartei unseren Antrag betreffend „Schutz des Frauensports – Teilnahmepflicht nach dem biologischen Geschlecht“ ablehnt, wird einmal mehr deutlich, dass außer der FPÖ offenbar niemand mehr bereit ist, konsequent für die Interessen biologischer Frauen einzutreten“, stellte FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker in ihrem Debattenbeitrag fest.

Frauenbewerbe seien nicht aus einer Laune heraus entstanden, sondern hätten einen klaren Grund. „Das biologische Geschlecht spielt im Sport eine entscheidende Rolle. Es geht um körperliche Voraussetzungen wie Muskelmasse, Kraft, Knochenbau, Schnelligkeit und Reichweite. Deshalb wurden eigene Frauenbewerbe geschaffen und deshalb müssen diese auch geschützt werden“, betonte die FPÖ-Frauensprecherin.

Immer häufiger würden Fälle bekannt werden, in denen Transfrauen ihren Testosteronspiegel mit Hormonen senken, um dann als biologischer Mann in Frauenbewerben anzutreten. „Dabei geht es nicht um ideologische Debatten, sondern um die Interessen jener Mädchen und Frauen, die jahrelang trainieren, auf Wettkämpfe hinarbeiten und dann ihre Chancen auf faire Wettbewerbe verlieren. Viele werden sich noch an einen Boxkampf bei den Olympischen Spielen erinnern, bei dem eine biologische Frau in einem Frauenbewerb gegen einen biologischen Mann antreten musste und dabei schwer zu Schaden kam, während dieser den Kampf gewann. Und dann heißt es, der olympische Gedanke zähle und dabei sein sei alles. Nein, der olympische Gedanke kann keine fairen Regeln ersetzen. Selbst internationale Sportorganisationen erkennen das mittlerweile an. Sicherheitsaspekte, Fairness und die Integrität des Frauensports werden zunehmend wieder stärker berücksichtigt, und zahlreiche Verbände orientieren sich wieder am biologischen Geschlecht“, so Ecker.

Umso unverständlicher sei das Verhalten der Bundesregierung. „SPÖ-Sportminister Babler und leider auch SPÖ-Frauenministerin Holzleitner erklären sich für dieses Thema schlicht für nicht zuständig. Sie verweisen auf Verbände, Vereine oder andere Institutionen und drücken sich vor ihrer eigenen Verantwortung. Wenn es um Fördergelder, öffentliche Auftritte oder schöne Worte über Gleichstellung geht, ist die Bundesregierung immer rasch zur Stelle. Wenn aber biologische Frauen Schutz benötigen, will plötzlich niemand verantwortlich und zuständig sein.“

Die schweigende Mehrheit der Bevölkerung erkenne die Problematik längst. „Viele Frauen sprechen das Thema nur deshalb nicht offen an, weil sie Angst haben, sofort mit Diskriminierungsvorwürfen konfrontiert zu werden. Doch Schweigen schützt keine einzige Sportlerin. Wer Frauenförderung ernst meint, darf die Anliegen biologischer Frauen nicht ignorieren.“

Der SPÖ-Vizekanzler müsse sich die Frage gefallen lassen, wie er sich bisher konkret für die Sportlerinnen eingesetzt habe. „Hat er mit den Sportverbänden zu diesem Thema gesprochen? Hat er sie eingeladen? Hat er mit betroffenen Sportlerinnen gesprochen? Hat er mit Trainern gesprochen? Hat er die Vereine gefragt, ob sie andere Regeln brauchen? Hat er geprüft, ob Bundesförderungen an faire Frauenbewerbe gebunden werden können? Hat er klare Leitlinien vorgelegt?“

„Die schweigende Mehrheit sieht längst, was hier passiert. Viele trauen sich nur nicht mehr, es auszusprechen, weil sie sich keinem Diskriminierungsvorwurf aussetzen wollen. Aber Schweigen schützt keine einzige Sportlerin“, betonte Ecker.

Der freiheitliche Standpunkt sei eindeutig: „Für den Frauensport muss das biologische Geschlecht maßgeblich sein. Der SPÖ-Sportminister soll uns nicht erklären, warum er nichts tun kann. Er soll uns besser erklären, warum er bis jetzt nichts getan hat. Denn er kann Förderungen an klare Schutzregeln knüpfen. Und er kann sagen: Wer öffentliches Geld bekommt, muss faire und sichere Frauenbewerbe garantieren.“

Auch SPÖ-Frauenministerin Holzleitner nahm Ecker in die Pflicht: „Wer Frauenförderung ernst nimmt, darf biologische Frauen im Sport nicht im Stich lassen. Stellen Sie sich vor die Sportlerinnen und die Mädchen in den Vereinen. Stellen Sie sich vor jene Frauen, die sich selbst nicht mehr zu sagen trauen, was viele längst denken. Und kommen Sie den Sportlerinnen bitte nicht mit dem Satz, der olympische Gedanke zähle.“

„Frauen brauchen keinen Vizekanzler und Sportminister und keine Frauenministerin, die nur bei Siegerehrungen sichtbar sind. Verstecken Sie sich nicht hinter dem Satz ‚nicht zuständig‘. Das ist keine Führung, das ist Arbeitsverweigerung. Sie schauen weg und zucken mit den Schultern. Ein Sportminister, der sich aus der Verantwortung stiehlt, braucht sich nicht zu wundern, wenn ihn niemand mehr ernst nimmt. Die Frauen in diesem Land haben Minister verdient, die für sie kämpfen, und keine, die sich wegducken“, so Ecker.

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